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Jugend debattiert - Ein Überblick

Eine Reportage zur Durchführung von „Jugend debattiert“

Die Debatte in der Bürgerschaft

„Den vollen Namen bitte einmal auf das Schild schreiben“, so lautet die Aufforderung der Organisatorin am Tag des an unserer Schule durchgeführten Wettbewerbs im vergangenen Januar. Zunächst müssen sich alle Debattant*innen anmelden und ihren Namen auf ein Schild schreiben, sodass jede*r weiß, mit wem er/sie debattiert. Zu Beginn wuseln alle noch aufgescheucht durch die Flure und prägen sich noch ein letztes Mal ihre Argumente ein. Schließlich ist es soweit und alle begeben sich in ihre Räume. Die Positionen werden eingenommen. Die Jury setzt sich, mit dem Publikum hinter sich, vor die Debattant*innen, welche ihre Position Pro 1/2 oder Kontra 1/2 einnehmen.
„Hiermit ist die Debatte eröffnet!“, so beginnt jede Debatte von „Jugend debattiert“. Meistens ist zu diesem Zeitpunkt die Stimmung der Debattant*innen noch sehr angespannt, doch im Laufe der Debatte lockert sich die Stimmung und die Nervosität sinkt.
Bei jeder Debatte gibt es einen klar strukturierten Ablauf. Pro eins beginnt mit der Eröffnungsrede Kontra 1 macht weiter, anschließend ist Pro 2 an der Reihe und zu letzt Kontra 2. „Pro 1 hat in der Eröffnungsrede sowohl Glück als auch Pech. Denn man muss anfangen, kann aber die Redezeit gut ausschöpfen. Hier kommt es oft dazu, dass die Jury läuten muss, um zu signalisieren, dass die Redezeit um ist, aber selbst dann hat man noch etwas Zeit, man muss sich also nicht stressen“, so meine Erfahrung. Nachdem dieser Teil, der für viele mit der schwierigste ist, hinter den Debattant*innen liegt, geht es über in die freie Aussprache. Hier argumentieren die Debattant*innen fleißig und bemühen sich, ihre Position gut zu verkaufen. Schließlich wollen Sie das Publikum von ihrem Vorschlag überzeugen. Dieser Teil dauert mit zwölf Minuten am längsten. Außerdem können sich die Debattant*innen etwas entspannen und kurz sammeln, um ihre Schlussrede zu formulieren, bevor die Debatte mit den vier Schlussreden endet. In der Schlussrunde wird rekapituliert, wo sich Pro und Kontra einig waren oder wo sie unterschiedliche Meinungen hatten. „Den Schlussteil kann man sehr gut improvisieren, weil es nur um die Wiedergabe der wichtigsten Argumente geht. Außerdem darf man nicht vergessen, deutlich zu sagen, welche Position man am Ende vertritt“, meint ein Debattant.
Nachdem die Schlussrunde beendet wurde, zieht sich die Jury zurück um sich zu beraten, ehe sie ein Feedback gibt. Wenn es ein Finale ist, werden die zwei Sieger*innen bekannt gegeben. „Das ist ein aufregender Moment“, stimmen mir meine Mitschüler einstimmig zu. Am Ende einer Debatte ist die Stimmung gelöst und alle unterhalten sich angeregt miteinander. Auch die Debattant*innen der jeweiligen Gegnerposition unterhalten sich miteinander und tauschen sich über die Qualität der Debatte und ihrer Argumente aus. „Am Ende einer Debatte merkt man, dass „Jugend debattiert“ verbindet. Man findet viele neue Freunde und lernt auch sich auszudrücken und seine Meinung gut zu vertreten. Es bringt einen großen Nutzen für das spätere Leben“, so lautet mein Fazit.

Anna O., 9d

Hier (pdf, 70.9 KB) noch eine weitere Reportage zum vorbereitenden Rhetorikkurs, ebenfalls von Anna O.

Essay zu „Jugend debattiert“ - der Bericht einer Zuschauerin

Am 15.01.2026 fand, nach mehreren Vorrunden, endlich die Finalrunde von „Jugend debattiert“ am Gymnasium Vegesack statt. Debattiert wurde über die Streitfrage: „Soll eine Dienstpflicht für Jugendliche/Rentner eingeführt werden?". Tyler Ryberg und Maddox Arlt vertraten die Positionen P1 und P2, während Henning Stremke und Oskar Wyrostek die Positionen C1 und C2 vertraten. Diese vier Debattanten hatten sich ihre Plätze im Finale bereits in den Vorrunden erkämpft.
Am Anfang der Debatte wurde die Streitfrage erst einmal genauer eingegrenzt, nämlich auf eine Alterspanne von 18-21 Jahren und der Begriff Dienstpflicht wurde einmal genauer definiert.
Bereits in den Eröffnungsreden brachten beide Seiten konkrete Argumente und vertraten ihren Punkt standhaft. Sie vertraten ihre Seiten mit einer Sicherheit, die man nicht oft sieht, vor allem da sie erst etwa einer Stunde zuvor das Thema erfahren hatten
In der freien Aussprache gingen beide Parteien immer wieder aufeinander ein, wobei Henning sowie Oskar oft auf Beispiele aus dem Freiwilligen Dienst zurückgriffen und erläuterten, wie sich Zwang in diesem Kontext ausdrückt, wodurch ihre Argumente noch einmal verstärkt wurden. Ferner nutzten sie das Argument, dass den Jugendlichen ja ein ganzes Jahr ihres Lebens "gestohlen" werden würde.
Die Pro-Seite ging immer wieder auf diese Argumente ein und konnte sich gut schlagen. Sie griff vor allem auf Argumente wie den Arbeitskräftemangel zurück, und erklärten, dass so ein bezahltes Jahr positive Auswirkungen auf die jungen Erwachsenen haben könnte. Es hat mir sehr gut gefallen, wie alle Debattanten die andere Seite ausreden lassen haben und niemand unterbrochen wurde.
Alle Argumente in der freien Aussprache waren passend eingebracht und faktisch schlüssig, wodurch man alle Argumente sehr gut nachvollziehen konnte.
Als es zu den Schlussreden kam, vollbrachte Tyler einen sehr geschickten Übergang von seinem letzten Argument in der freien Aussprache zum Beginn seiner Abschluss rede. Allerdings war es Oskar aufgrund der Zeitbegrenzung nicht mehr möglich, seinen Gedankengang zu Ende zu führen. Trotzdem wurden die Redezeiten von allen Parteien größtenteils eingehalten.
Die ganzer Debatte war aufregend mit anzusehen und hat einen selbst förmlich mitgerissen, indem sie auch das Publikum anregte, über die Argumente nachzudenken und eine eigene Meinung zu bilden.
Am Ende gewann Maddox das Schulfinale, wobei Tyler den 2. Platz belegte und damit auch in die Regional-Runde einzieht. Beide zeigten sich während der Debatte als eingespieltes Team. Henning belegte den 3. und Oskar den 4. Platz. „Jugend debattiert“ - eine spannende Veranstaltung!
Smilla, 10c

Jugend debattiert, Runde zwei!

Am 29.01.26 war es wieder soweit. Der Regionalwettbewerb "Jugend
debattiert" fand dieses Jahr in unserer Schule statt (Organisation:
Carola Romanus, Simone Thiel und Zeynep Tayarer, mit Hilfe von Swantje
Wiesehan). Nach dem Schulwettbewerb, den für die Sek. I Lotta
Molchanova und David Minich für sich entscheiden konnten, in der Sek.
II Maddox Robin Arlt und Tyler Ryberg, ging es in die zweite Runde.
Nach viel Organisation und Megaspannung konnten sich unsere SuS Lotta
Molchanova (Sek. I, 9a) und Tyler Ryberg aus der SEK.II als Sieger
geehrt fühlen. Sie debattierten u.a. zu Streitfragen wie "Sollen
Haustierhalter zumn Abschluss einer Tierkrankenversicherung
verpflichtet werden? oder "Sollen "kaufe jetzt, zahle später"
Bezahlmodelle bei Online-Käufen verboten werden" bis hin ins Finale
mit der Streitfrage für die Sek. I "Soll auf allen öffentlichen
Plätzen in Bremen kostenloses WLAN angeboten werden?". In der Sek. II
gab es die Sieger/innen nach Punkten aus den zwei vorangegangenen
Debatten.

Gratulation zum Weiterkommen in den Landesvorentscheid dann im LIS! Es
war wieder großartig. Wir freuen uns auf Runde drei.

Erwähnt werden müssen noch unsere vielen Scouts, ohne die dieser
Wettbewerb nicht möglich gewesen wäre: aus der 6a Alina Linkogel, Maja
Maul und Meta Tonowski, aus der 7a Elif, Floriana, Dennis, Mevlüt,
Cemil, Mia, Suzan, Zoey und Theda.

Jugend debattiert 2026

Schulinterner Wettbewerb „Jugend debattiert“ - Erfahrungsbericht eines Debattanten

Am 15.1.2026 fand am Gymnasium Vegesack der schulinterne „Jugend debattiert“-Wettbewerb statt. Ich habe als Debattant daran teilgenommen.
In der ersten Debatte ging es darum, ob es einen jährlichen Schüleraustausch zwischen den alten und neuen Bundesländern geben sollte. Ich war bei dieser Runde Pro 2. Die Debatte lief meiner Meinung nach gut, sie war aber zeitweise durchaus etwas unruhig. In dieser Debatte habe ich mich dann für das Finale qualifiziert, was mich sehr gefreut hat. Das Thema lautete: „Soll es eine Dienstpflicht für (Jugendliche/Rentner) geben?“. Nach einer Stunde Vorbereitungszeit ging es dann los; ich war Contra 1. Contra 2 vertrat Oskar, ebenfalls aus der E-Phase. Die Pro-Seite wurde von Tyler und Maddox, ebenfalls Schüler der E-Phase, vertreten. Die Debatte war sehr dynamisch und auch noch einmal flüssiger als die erste. Die Zeit für die Eröffnungs- und Schlussreden wurde gut eingesetzt. Während der freien Aussprache konnten sich alle Teilnehmer gut einbringen, so dass auch die Redeanteile ausgeglichen waren. Insgesamt war die Debatte daher sehr angenehm, auch wenn die Zeit mir etwas zu kurz erschien, da am Ende noch Argumente offen waren und diese nicht mehr ausreichend debattiert werden konnten.
Im Anschluss an die Debatte hat sich sie Jury für eine Besprechung zurückgezogen. Während dieser doch recht langen Beratungsphase habe ich mich mit den andern Teilnehmern über die Debatte ausgetauscht, so dass auch diese Phase sich nicht sehr lang angefühlt hat. Nachdem die Jury zurückgekommen war, bekam jeder Teilnehmer ein kurzes Feedback. Bei der folgenden Siegerehrung erhielten wir dann unsere Uhrkunden. Ich habe den dritten Platz gemacht - vor mir waren verdient Tyler und Maddox. Als dann alle Fotos gemacht worden waren, war auch dieser interessante Tag schon wieder vorbei.
Autor: Henning aus der 10. Klasse (E-Profil)

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!!!!

Herzlichen Glückwunsch der Landesfinalistin in der Altersgruppe I MINA
KRÄMER und dem Landesfinalisten ELLIOT BELMADANI in der Altersgruppe II.
In einer spannenden Debatte zum Thema "Sollen am Bremer Hauptbahnhof
die gleichen Sicherheitskontrollen wie am Flughafen durchgeführt
werden?" konnte Mina auf der Contra 1 Position überzeugen, während
Elliot sich der Debattenfrage "Soll die Anzahl öffentlich-rechtlicher
Fernseh- und Rundfunkprogramme reduziert werden?" ebenfalls auf der
Contra 1 Position stellen musste. In zwei fulminanten Finalrunden
konnte man in der Bürgerschaft eine Stecknadel fallen hören, so sehr
haben die Debattantinnen und Debattanten mit ihren Argumenten und
Gegenargumenten überboten.
Als endlich die Gewinner gekürt wurden, waren wir alle sprachlos und
überglücklich: Es geht zum Bundesfinale nach Berlin!
Simone Thiel

Jugend debattiert 2025 - Einzug ins Landesfinale!

GROSSARTIG! Wieder sind unsere zwei SuS Mina Krämer und Elliot Belmadani im Jugend debattiert-Wettbewerb eine Runde weitergekommen!
Bei der Landesqualifikation am 12.03.2025 haben sich die beiden über Themen wie die Blutspendepflicht, Verbot für die Nutzung digitaler Endgeräte an Grundschulen, Versicherungspflicht für Elementarschäden und Umbenennung von Straßen, Plätzen in Bremen bis ins Finale gekämpft.
Es waren wirklich spannende und beeindruckende Debatten, die ganz gewiss nicht einfach zu jurieren waren. Daher "Hut ab" für die beiden und das nächste Mal in der Bremischen Bürgerschaft geht es in das Landesfinale! Wir freuen uns schon sehr darauf.

Bericht vom Regionalwettbewerb 2024

Gratulation! Das Gymnasium Vegesack hat mal wieder zwei Regionalsieger:innen stellen können: Nele Sophie H. (Q1) und Lennart John K. (E-Phase).
Die beiden haben wieder ihr Können im Debattieren am 26.01.24 am Schulzentrum An der Bördestraße, Sekundarbereich II in der Altersklasse II zeigen können.
Sowohl in der Hin- als auch in der Rückrunde präsentierten sich beide als eloquente Redner:innen, die in den Debatten „Sollen Videospiele und Apps, die In-Game-Käufe enthalten, für Minderjährige verboten werden?“ und „Soll jeder Mensch in Deutschland zum 18. Geburtstag ein Grunderbe erhalten?“ durch ihre gut durchdachte, gut strukturierte und spontane Argumentation überzeugen konnten.
Besonders in den Bereichen Sprachfähigkeit und Überzeugungskraft setzten sie ihre Mitdebattanten:innen außer Gefecht.
Es war ein wirklich spannender Vormittag, an dem wir die ganze Zeit mitfieberten und natürlich waren am Ende alle, die an dieser Debattenschlacht teilgenommen haben, Gewinner. Letztendlich konnte es aber nur zwei geben, die weiterkommen. Eine wunderbare Leistung und ein erlebnisreicher Vormittag.

Simone Thiel

Bericht vom Landeswettbewerb 2023

Die vier Finalistinnen in der Bremer Bürgerschaft zusammen mit Senatorin Sascha Karolin Aulepp und Dr. Jan-Jonathan Bock

Wir gratulieren Carina B. Und Anna O. zu ihrer beeindruckenden Leistung beim Jugend debattiert Wettbewerb. Dank ihnen schickte das Gymnasium Vegesack gleich zwei Kandidatinnen zum Landesfinale in die Bremische Bürgerschaft, nur die vier Besten ihrer Altersgruppe durften hier ihr Können unter Beweis stellen.
Im Plenarsaal herrschte gespannte Stimmung, als Anna mit ihren drei Mitstreiterinnen zur Streitfrage „Sollen ARD und ZDF auf den Erwerb von Fußballübertragungsrechten verzichten?“ debattierte. In der nachfolgenden Debatte wurde die Streitfrage „Soll aufgesetztes Parken in Bremen konsequent geahndet werden?“ debattiert. Carina war unter den vier Debattierenden mit Abstand die jüngste Mitstreiterin und argumentierte besonders pointiert.
In beiden Debatten war das Publikum still und gespannt und hörte sich Fragen, Zahlen und Vorschläge zu unserem Fernsehprogramm und Bremens Verkehrspolitik an.
Anna und Carina haben nicht nur gezeigt, dass es sich lohnt, ein komplexes Problem aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, sondern haben auch andere Schülerinnen und Schüler dazu inspiriert, sich für diesen wichtigen Wettbewerb zu begeistern. Vorerst wird der Wettbewerb für die beiden nicht weitergehen, viel wichtiger ist aber, dass unsere Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten im öffentlichen Diskurs nutzen, um komplexe Fragen zu diskutieren und konstruktive Lösungen zu finden. Dieser besondere Tag in der Bürgerschaft hat uns allen gezeigt, was wir gewinnen, wenn wir Demokratie pflegen, nämlich kritische Fragen, genaues Zuhören, Sachkenntnis, Erkenntnisgewinnung, ganz viel Spaß am Debattieren und vieles mehr.
Wir danken Anna und Carina und hoffen auf viele weitere Debatten.