Sprache ist der Schlüssel zur Welt
Hier stellt sich der Fachbereich Deutsch vor.
Viele von uns sind schon seit einigen Jahren am Gymnasium Vegesack tätig, wo wir allen Schülerinnen und Schülern die Inhalte des Faches näherbringen. Wir begleiten euch durch euer ganzes Schulleben am Gymnasium, denn der Deutschunterricht ist für alle Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis zum Abitur verpflichtend.
Vorlesewettbewerb in Klasse 6, Jugend debattiert für die Jahrgänge 8-Q1, Büchereibesuche, Ausflüge ins Theater oder die Teilnahme an der Schulkinowoche, das alles sind Inhalte des Deutschunterrichts, die wir regelmäßig realisieren.
Ein besonderes Highlight stellt die Durchführung des schulinternen Wettbewerbs „Jugend debattiert“ dar. Nicht nur Spitzenpolitiker kämpfen in Debatten leidenschaftlich für ihre Position. Auch die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Vegesack entdecken so ihr Talent fürs Argumentieren – und das sehr erfolgreich: Nicht zum ersten Mal haben im Jahr 2022 zwei von euch erfolgreich am Regionalwettbewerb und Landesentscheid teilgenommen. 2018 konnte eine Schülerin sogar beim Bundesfinale punkten. (Der Weserkurier berichtete!)
Der Vorlesewettbewerb in Klasse 6 findet inzwischen beinahe traditionell am Nikolaustag statt. In gemütlicher Atmosphäre lesen hier die jeweils Klassenbesten einander spannende, traurige, mitreißende oder witzige Ausschnitte ihrer Lieblingsbücher vor. Eine Leseinspiration auch für die Fünftklässler, die das Publikum beim Wettbewerb bilden.
Ausflüge ins Theater Bremen oder das Moks begleiten euch von Klasse 5 bis in die Oberstufe. Während die jüngeren Jahrgänge oft das so genannte Weihnachtsmärchen besuchen (2021: Huckleberry Finn, 2022: Ronja Räubertochter) lassen sich die oberen Jahrgänge meist von den Umsetzungen der Abiturthemen inspirieren (2023: Woyzeck).
Wir verstehen das Fach Deutsch als Vermittler und Verwender der Sprache, die das Menschsein ausmacht. Hier in Deutschland ist das unsere Landessprache – Deutsch. Sprache schafft die Voraussetzungen für jegliche Kommunikation und Kultur und befähigt uns zu selbstbewusstem Handeln.
Dabei steht im Deutschunterricht der Lernende im Zentrum des Entwicklungsprozesses. „Sprache soll als Instrument der Mitteilung, als Medium und Gegenstand der Erkenntnis und als Teil (selbst)bewussten, verantwortungsvollen sozialen und kulturellen Handelns ausgebildet werden; die Sprachentwicklung wird unterstützt und die Denkfähigkeit entwickelt“, fordert der Bildungsplan des Landes Bremen für das Fach Deutsch.
Die Begegnung mit ästhetisch Gestaltetem in Form von Literatur soll dabei vielfältige Möglichkeiten schaffen, sich der eigenen und fremden Lebenswelten gegenüber reflektiert zu verhalten und kulturelle Identität zu stiften.
„Ich fühl mich voll wohl hier, hier bleib ich.“ Über diese spontane Reaktion am Eröffnungstag (5.12.24 im Raum F11 im Förderzentrum) haben wir uns im Lesecafè besonders gefreut.
Wir sind stolz, dass wir dieses mit tatkräftiger Unterstützung vieler Schülerinnen und Schüler in kürzester Zeit gemütlich gestalten konnten. Es wurde geschleppt, geputzt, gezeichnet und gewerkelt, flankiert von Rat und Tat unseres Hausmeisters und unserer Sekretärin.
Nun sind die Regale gut gefüllt, der Tee frisch aufgebrüht.
Also kommt vorbei, sucht euch ein Buch oder bringt euer eigenes mit, lasst das Handy ausgeschaltet in der Tasche und schnappt euch einen Keks. Vielleicht ist auch der Platz stilecht neben der Stehlampe noch frei.
Die Öffnungszeiten in den Daltonstunden und Mittagspausen findet ihr auf Aushängen und auf Untis.
Wir freuen uns auf euch!
Und vielleicht seid auch ihr bald Leseausweisbesitzer, für die unsere Upcycling-Expertin eine kleine Überraschung vorbereitet hat.
Melanie Daues und Lena Tietjen
Am Donnerstag Morgen fuhren wir mit dem Zug zum Hauptbahnhof. Danach liefen wir ein paar Minuten zu Fuß zum Paula-Modersohn-Becker-Museum. Dort waren alle ganz aufgeregt. Wir wollten uns nämlich die Ausstellung ,Faszination Höhle, angucken. Danach führte uns Frau Beel durch das Museum. Als erstes waren wir in einem Vorraum, dort haben wir uns ein paar Bilder und ein Video von einer Studentin angeschaut. Wir gingen anschließend in einen Raum voller wunderschöner Bilder von Höhlen. Als man in dem Raum stand, fühlte man sich wie in der Kunst selbst. Es war ein anderes Gefühl, dort zu stehen und die Bilder von verschiedenen Künstlern zu bestaunen. Ein paar Minuten redeten wir über die Gemälde und dann ging es im nächsten Raum weiter. Dort hing ein Tropfstein aus Bronze und Händen. „Typisch für die Künstlerin, zwei Sachen zu vermischen, die eigentlich gar nichts mit einander zu tun haben“, sagte uns Frau Beel. Der „Tropfstein“ sah sehr speziell, aber auch gleichzeitig eigenartig, schön aus.
In dem Raum gab es auch einen Film mit Gesang. „Die Künstlerin filmte einen riesigen Tropfstein und bat einen Jungen, er solle einfach unter dem Tropfstein irgendetwas singen“, erklärte uns Frau Beel, während wir allen dem Gesang lauschten. Bevor wir zurück ins Atelier gingen, zeigte Frau Beel uns noch ein Bild von einer Höhle in Capri, der Blauen Grotte.
Nachdem sie uns die ganze Geschichte zu dem Bild erklärt hatte, gingen wir ins Atelier. Dort zeigte sie ein Bild von der blauen Grotte aus Capri. Für uns hatte sie Stifte und Papier vorbereitet. Frau Beel gab uns noch ein paar Tipps und dann durften wir losmalen. Es machte richtig Spaß. Man konnte skizzieren, verwischen, verschiedene Schraffuren benutzen und sogar Jaxon-Kreide benutzen. Am Ende hatte jeder oder zumindest fast jeder ein schönes selbst gemaltes Bild von der Blauen Grotte auf Capri.
Danach teilten wir uns in drei Gruppen auf. Jede Gruppe musste etwas Bestimmtes machen. Die einen mussten ihr Lieblingsbild beschreiben, das hat auch sehr viel Spaß gemacht, die andere Gruppe hatte Pause auf einem kleinen Balkon. Vom Balkon aus konnte man sogar die Bremer Bonbonmanufaktur sehen.
Die letzte Gruppe war in „Der Höhle“. „Die Höhle“ bestand aus gepolsterten Wellen, auf denen man klettern und sich ausruhen konnte. Sie war riesig und hatte große und kleine Sitzpolster. Es fühlte sich wie in einem anderen Universum an. Wie ein... Paradies!
Jede Gruppe hatte für jede Station eine Viertel Stunde Zeit, dann wurde gewechselt. Anschließend lasen wir uns unsere Bildbeschreibungen vor und versuchten, das Lieblingsbild des anderen zu erraten - das war witzig.
Auf dem Rückweg war alles ein bisschen entspannter als auf dem Hinweg. Wir sahen das Bremer Rathaus, den Roland und sogar die Bremer Stadtmusikanten beim Vorbeigehen. Am Bahnhof Vegesack waren wir alle, glaube ich, ein bisschen traurig, dass die Zeit so schnell vergangen war.
Charlotte Uecker 5b
In den vergangenen Wochen haben die 9d und die 9e intensiv an der Gestaltung ihrer Schuhkartons sowie an der Vorbereitung ihrer Buchpräsentationen gearbeitet. In Zweier-Teams stellen sie in den nächsten Wochen ihren frei ausgewählten Roman ihren Mitschülern vor - von Drama über Liebesgeschichte und Sciencefiction ist alles dabei!
„Zeitung in der Schule“ - oder auch einfach nur „Zisch“ - ist ein Projekt des Weser Kuriers, welches seit Jahren erfolgreich an Bremer Schulen durchgeführt wird. Das Ziel ist es, dass am Ende des Projektes die selbstgeschriebenen Texte der Schüler*innen in der Zeitung stehen. Während dieses Prozesses können die Schüler*innen viel lernen - ob das selektive Lesen, das kritische Hinterfragen von Berichten oder vieles Weiteres.
In den Schulstunden wird Zeitung gelesen - und das jede Menge. Anschließend wird sich über das Gelesene ausgetauscht und angeregt unterhalten. Außerdem werden in Gruppen verschiedene Texte verfasst, welche schlussendlich zusammengefügt in der Zeitung stehen sollen.
So ist das jedenfalls bei uns, in der Klasse 9d. Schon seit einigen Wochen arbeiten wir an dem Projekt. Die Koop-Schüler*innen aus der 9h sind selbstverständlich auch Teil der Gruppen und beteiligen sich tatkräftig.
Wo manche schon Texte verfassen, haben andere Gruppen keine Beschäftigung - und das, obwohl es noch so viel zu tun gibt! So ist es beispielsweise in der Interview-Gruppe. Wir sind sehr darauf angewiesen, dass die Menschen, welche wir gerne interviewen würden, uns eine Antwort senden. Dies ist allerdings kaum der Fall, also heißt es: warten. Das ist allerdings für alle Beteiligten ein großer Druck, denn die Zeit drängt. Schon in knapp zwei Wochen muss alles fertig sein. Auch andere Gruppen müssen vorerst warten, da diese teilweise aufeinander angewiesen sind.
Es schreiben zwar alle unterschiedliche Texte, aber alle zum gleichen Thema: True Crime. Gruselige Verbrechen, die sich wirklich zugetragen haben und im Internet - vor allem in den sozialen Medien - aufgearbeitet werden. Dieses Thema hat sich die 9d/h in einer Abstimmung selbst ausgesucht. Was außerdem in naher Zukunft ansteht: der Recherchetag. Ein ganzer Tag, nur zum Arbeiten an dem Projekt. Auch auf diesen Tag freuen wir uns alle, da wir dort die nötige Zeit finden werden, vielleicht noch einmal alles zu überarbeiten, vielleicht auch ein Interview zu führen oder anderes.
Anfangs waren viele von uns mit Sicherheit skeptisch. „Zeitung lesen? Total langweilig, wir haben doch Social Media!“, so oder ähnlich lauteten einige zweifelnde Gedanken, welche in der Klasse umherschwirrten. Kaum jemand von uns hatte viel Erfahrung mit Zeitungen, doch mittlerweile wissen die Meisten durchaus mit einer Zeitung umzugehen. Es gibt zwar einige langweilige, beziehungsweise nicht unserer Altersgruppe entsprechenden Texte, doch auch viel Interessantes.
Das Projekt „Zisch“ war eine wertvolle Erfahrung für uns alle. Es hat uns vieles gelehrt und uns eine Menge Spaß bereitet. Fest steht außerdem: Schon bald werden unsere eigenen Texte in der Zeitung zu lesen sein, wir freuen uns schon sehr!
Louisa S., 9d
Und hier geht es zu einer weiteren Reportage (pdf, 144.9 KB) von Linn Lana P. (9e).
Sechstklässler lesen Kita-Kindern vor
Was hinter der Aktion des Gymnasiums Vegesack steckt
Vegesack. Der elfjährige Malin Pek hatte sich mit der sechsjährigen Ava in eine Ecke der Stadtbibliothek Vegesack zurückgezogen. Er las Ava aus dem Buch „Der kleine Eisbär und der Angsthase“ von Hans de Beer vor. In Bildern und mit Worten erzählt de Beer die Geschichte des Eisbären Lars, der den Schneehasen Hugo aus einem Loch hilft. Malin gehört der Klasse 6b des Gymnasiums Vegesack an. Ava kommt aus dem Kinder- und Familienzentrum (KuFZ) Schönebeck. Beide Einrichtungen hatten sich darauf verständigt, dass am Freitagvormittag die 27 Schülerinnen und Schüler der 6b den fünf- und sechsjährigen Kindern des KuFZ etwas vorlesen.
Malin zeigte sich von der Aktion angetan. „Ich finde Vorlesen sehr gut“, sagte er. Anfangs habe er gedacht, die Kinder seien schüchtern. „Aber wenn ich vorgelesen habe, waren die nicht mehr schüchtern“, war seine Erfahrung. Der elfjährige Matteo Friedrich saß mit der fünfjährigen Lia zusammen. Er las ihr aus dem Buch „Ritter und Drachen haben gut zu lachen“ von Elli Woollard vor. Ihm gefalle nicht nur das Vorlesen, sagte er, sondern er lese selbst gerne „etwas längere Bücher“. Lesen sei was Gutes und verbessere den Wortschatz.
Auf den Weg gebracht haben, das erste Mal überhaupt, dieses Projekt 6b-Klassenlehrer Marc Grohnert und Christopher Fiedler, stellvertretender Kita-Leiter.
„Wir möchten das langfristig etablieren als Vorbereitung auf die Schule“, war das Fazit von Fiedler vom KuFZ. Für den Gymnasiallehrer war nach seinen Worten mit dem Projekt eine gründliche Vorbereitung verbunden. „Wir haben zuerst eine Führung in der Bibliothek gemacht. Dabei haben sich die Schülerinnen und Schüler auch das Buch ausgesucht, aus dem sie vorlesen wollten.“ Das Buch sei mit nach Hause genommen worden, um sich vorzubereiten. „Wir haben im Unterricht aber auch zusätzlich Rollenspiele gemacht.“
Für Studiendirektor Grohnert war ein Grund, dieses Projekt anzuschieben, das Ergebnis des Vorlesemonitors. Das ist eine Bildungsstudie der Stiftung Lesen, der Wochen-Zeitung „Die Zeit“ und der Deutsche Bahn Stiftung, unterstützt vom Bundesbildungsministerium. „In diesem Jahr wurde eben im Rahmen dieses Vorlesemonitors das bundesweite Vorlesen untersucht.“ Eines der zentralen Ergebnisse ist Grohnert zufolge, dass 39 Prozent der ein- bis achtjährigen Kinder selten oder nie vorgelesen wird. „In Anbetracht der vielen positiven Effekte des Vorlesens ist diese Zahl erschreckend. Wir wollen dies ändern. Ziel ist es dazu, dass die Sechstklässler zu Lesevorbildern werden.“
Auf ein positives Echo stieß das Vorlesen auch bei Andrea Schröder, Mitarbeiterin in der Stadtbibliothek. „Die können gerne wiederkommen“, sagte sie strahlend, „denn das waren nette Kinder.“ Die Sechstklässler seien „sehr gut vorbereitet“ gewesen. Die Größeren hätten die Kleineren an die Hand genommen. „Das war sehr intensiv. Es wurde ernsthaft vorgelesen und zugehört.“
Friedrich-Wilhelm Armbrust
Ich bin nun in der neunten Klasse und gehe seit viereinhalb Jahren in eine Klasse mit Koopschülern. Ich finde die Idee des gemeinsamen Lernens super. In der 5. bis 7. Klasse haben wir in den Fächern Sport, Kunst, Musik, GuP (Gesellschaft und Politik) und NaWi (Naturwissenschaften) als ganze Klasse zusammen gearbeitet und von der 8. bis 9. Klasse in den Fächern Sport, Kunst, Musik und Deutsch, was wirklich bereichernd war. Über eine Kooperation zu sprechen, klingt so fachlich und distanziert, dabei hatte ich nie das Gefühl, dass man unsere Klasse in zwei Teile aufteilen müsse - die Koop-Schüler und die restliche Klasse. Für mich waren und sind wir immer eine Einheit, eine Klasse. Es haben sich viele Freundschaften gebildet, wir unternehmen Ausflüge als ganze Klasse und haben Spaß an Projekten im Unterricht. Und dieses Gefühl einer Gemeinschaft habe ich schon immer geliebt.
Nun werde ich als Beispiel für eine Zusammenarbeit im Unterricht das Fach Deutsch nehmen. Wir haben vor etwas längerer Zeit als Klasse an dem Projekt „Dem Hass keine Chance - Jetzt erst recht!“ teilgenommen, wo wir uns stark mit dem Thema Rassismus in all seinen Formen auseinander gesetzt haben. An diesem Projekt haben wir als ganze Klasse teilgenommen, sodass wir alle wochenlang zusammen gearbeitet haben. An dieser Zeit hat mich sehr gefreut, dass wir mehr als ganze Klasse, also auch mit den Koop-Schülern, gemacht haben, da sich sonst nicht ganz so oft Möglichkeiten finden, viel Zeit zusammen zu verbringen. Einige der Koop-Schüler brauchten Unterstützung beim Arbeiten oder konnten nicht so gut Texte schreiben, aber darauf haben alle Rücksicht genommen, sodass ein schönes und enges Zusammenarbeiten entstanden ist. Denn auch wenn manche der Koop-Schüler vielleicht in manchen Bereichen nicht so schnell oder stark sind wie wiederum andere Schüler*innen, haben sie andere Stärken. Diese unterschiedlichen Stärken ergänzen sich gut, sodass wir am Ende tolle Ergebnisse erzielt haben, mit denen alle zufrieden waren.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich unglaublich gerne in einer Koop-Klasse bin. Wir als Klasse sind eine tolle Gemeinschaft mit vielen unterschiedlichen Schüler*innen, die alle verschiedene Stärken haben, wodurch wir uns perfekt ergänzen.
von Charlotte P., 9d
Schulcurriculum Deutsch Klasse 5 (pdf, 154.8 KB)
Schulcurriculum Deutsch Klasse 6 (pdf, 99.1 KB)
Schulcurriculum Deutsch Klasse 7 (pdf, 36.8 KB)
Schulcurriculum Philosophie Klasse 8 (pdf, 522.1 KB)
Schulcurriculum Philosophie Klasse 9 (pdf, 610.5 KB)
Schulcurriculum Deutsch E-Phase (pdf, 163.2 KB)
Schulcurriculum Deutsch Q-Phasen (pdf, 127.3 KB)
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