Leistungskurse: Mathematik und Physik
Grundkurse: Physik und Wirtschaftslehre
Ich würde das E-Profil jederzeit wieder wählen weil...
in welchem Profil sonst darf man offiziell im Unterricht Papierflieger basteln?! Ich mag Mathe und Logik gerne und obwohl ich anfangs großen Respekt vor Physik als Leistungsfach hatte, ist es im Grunde nur spannend angewandte Mathematik. So kriegt man die Gelegenheit, theoretische Spinnereien auszurechnen und gleichzeitig zu lernen, wie alltägliche Dinge funktionieren, die man eigentlich nicht in Frage stellt. Das selbe gilt für Wirtschaft; man lernt Funktionsweisen von Gesellschaft und Finanzwelt nachzuvollziehen. Englisch ist als
die Projekte im E-Profil die interessantesten sind, Ihr müsst beispielsweise ein Luftschiff bauen, dass mit einem Gas fliegt, welches leichter als Luft ist. Das Luftschiff muss auch fliegen können, es darf nicht abstürzen! Auch ergänzen sich die Fächer Mathe und Physik exzellent, sodass man eine sehr gute Vorbereitung aus das Studium erhält. Man lernt hier auch logisches Denken. (Momodou J.)
Weltsprache unumgänglich und da das E-Profil einen auf naturwissenschaftliche und wirtschaftliche Studien- bzw. Berufsrichtungen vorbereitet, passt Englisch als Profilfach sehr gut zum Konzept des E-Profils. Außerdem ist es ein guter Ausgleich, da man dort auch mal lockerere Themen (ohne Fachvokabular) diskutieren kann. Insgesamt sind die Fächer sehr logisch/intuitiv; man braucht nicht viel auswendig lernen. Die Stimmung im Profil ist sowohl im Unterricht als auch in der Freizeit sehr gut, da wir alle ähnliche, vielseitige Interessen haben. Darum machen auch Ausflüge wie das Segelfliegen großen Spaß, die Profilfahrt nach München wäre sicher unvergesslich gewesen (hätte Corona uns nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht). Insgesamt mag ich die Fächer und die Klassengemeinschaft, darum würde ich das E-Profil jederzeit wieder wählen.
(Iris Rotarescu)
Unser E-Profil ist einzigartig. Und mit diesem Motto sind wir auch an das Pilotprojekt herangegangen, das wir dieses Jahr durchgeführt haben. Die Hochschule Bremen kam mit einer neuen Projektidee auf unser Profil zu. Passend zu ihrem Luft- und Raumfahrtstudium, in dem die Studenten unter anderem Flugzeuge bauen, sollte unser Profil ein eigenes Luftschiff entwickeln. Unterstützt haben uns Herr Sigmund und seine Studenten Tim Gust und Lorenz Wehlage. Sie haben uns direkt am ersten der fünf Tage des Projekts die Aufgabenstellung gegeben. Die Aufgabe war es, aus einer begrenzten Materialauswahl einen Luftschiffantrieb zu entwickeln. Dieser sollte einen mit Helium gefüllten Ballon antreiben und den Ballon durch unsere Turnhalle fliegen lassen.
Mit den begrenzten Materialien gab es auch ein begrenztes Budget. Die Materialien haben wir mit einer Währung namens „Credits“ bezahlt. Von diesen hatten wir lediglich eine begrenzte Menge zur Verfügung, mit der wir unseren Antrieb „finanzieren” mussten. Die Materialien waren gewöhnliche Gegenstände, wie zum Beispiel Tesa, Papier, Gummibänder, Schaschlikspieße und Büroklammern, die auf den ersten Blick nicht so wirken, als ob man mit ihnen einen Antrieb bauen könnte.
Um das errechnete Lastgewicht nicht zu überschreiten, mussten wir die uns zur Verfügung stehenden Materialien so effizient wie möglich nutzen, was sich als eine große Herausforderung herausstellte.
Der Motor war dabei das wohl am schwierigsten umzusetzenden Teil. Wir haben uns letzten Endes alle für einen Gummibandantrieb entschieden, da man mit diesem genug Vorschub erzeugen kann, um das Luftschiff nach vorne zu bewegen.
Beim restlichen Aufbau des Luftschiffes hatte jede Gruppe ihre eigene Idee, die sich oftmals stark von anderen Gruppen unterschied, wie man in den dargestellten Skizzen erkennen kann.
Ob ein oder zwei Propeller, eine horizontale oder vertikale Ausrichtung, zum Ende hin hat es jede Gruppe geschafft, auf ihre Art und Weise den Ballon fliegen zu lassen.
Bau
Am ersten und zweiten Tag unterrichtete man uns in der Theorie, um das Verständnis der Grundlagen für den weiteren Bauprozess klarzustellen. Daraufhin bekam jede Gruppe einen Katalog mit den uns zur Verfügung stehenden Materialien. Bis zum dritten Projekttag sollte jede Gruppe sich auf Materialien für den Bau des Luftschiffes festlegen. Am dritten Tag erhielten wir die bestellten Materialien und einen mit Helium gefüllten Ballon. Wir haben eine Skizze angefertigt und versucht, diese bestmöglich in die Praxis umzusetzen. Dabei stellten wir einige Probleme fest, welche uns zu kleinen Abweichungen von den Skizzen brachten. Jede Gruppe hatte unterschiedliche Umsetzungsideen, welche ein ähnliches Prinzip vorwiesen, denn jede fertigte einen Propeller an, sei es mithilfe von Depron, Eisstielen oder Draht und Tesafilm. Der Antrieb erfolgte bei allen durch Gummibänder. Zudem musste jede Gruppe beim Bauprozess auf das Gewicht achten, da der Ballon nur eine Masse von 27g tragen konnte, sonst hätte der Ballon nicht schweben können. Wenn der Antrieb leichter als 27g war, haben wir Eisstiele und Klemmbausteine als Gewichte gleichmäßig an beiden Seiten des Ballons befestigt.
Flug
Nach Abschluss letzter Änderungen und Perfektionierung der Flugeigenschaften unserer Luftschiffe ging es zum finalen Flugtest. Dieser fand in der Turnhalle statt. Dort sollten die einzelnen Gruppen ihre Luftschiffe nacheinander demonstrieren, indem sie sie fliegen ließen. Die einzigartigen Luftschiffe legten zum Teil eine Strecke von mehreren Metern zurück. Viele von ihnen waren noch personalisiert und hatten ihr persönliches Flair. Nachdem die einzelnen Gruppen ihre Luftschiffe hatten fliegen lassen, interviewte Herr Sigmund die Gruppen. Fragen waren zum Beispiel, wobei wir Schwierigkeiten gehabt hatten, welche Lösungsansätze wir verfolgten und was am Ende gut funktioniert hat.
Zum Abschluss einen großen Dank an die Studenten Lorenz und Tim von der Hochschule Bremen sowie den Leiter des Projekts, Herrn Sigmund.
Am 31.08 und 01.09.2020 waren wir, die neue 10e und unsere Mathematik- und Physiklehrer, am Flugplatz in Osterholz-Scharmbeck (53°12'58.2"N 8°48'23.1"E), um das Segelfliegen als Luft- und Raumfahrt Profil auszuprobieren.
Getroffen haben wir uns direkt auf dem Flugplatz, anschließend ging es dann um 9:30 mit dem Briefing los. Wir hatten zwei Fluglehrer, die uns zuerst gezeigt haben, wie man so ein Flugzeug vor dem Start überprüfen muss. Wir haben die Flugzeuge (vom Typ SF 25, AS K13 und AS K21) dann mit Hilfe von zwei Autos zum Start gezogen, bzw. per Hand geschoben.
Dort wurden wir dann in zwei Teams für die beiden Segelflugzeuge eingeteilt. Um dann, mit dem Segelflugzeug, in die Luft zu kommen musste der Flieger mit einem über 500 Meter langen Seil an einer Winde befestigt werden, die uns durch ihre starke Zugkraft in die Luft beförderte.
So ging es dann mit uns steil nach oben. Je nach Thermik konnten wir bis zu 10 Minuten in der Luft bleiben und oben zum Teil auch selbst steuern. Beim Landen ging nichts ohne unser Team. Bei jeder Landung musste das restliche Team, sobald das Flugzeug in Sichtweite war, zum Landeplatz kommen und sich bereit machen, um das Flugzeug dann wieder zum Start zu bringen. Am Ende des Tages sind wir alle zweimal mit dem Segelflugzeug geflogen und einmal mit dem Motorsegler. Zu guter Letzt durften unsere Lehrer dann auch noch eine Runde fliegen.
Am Dienstag begrüßten uns wunderschönes Wetter, eine informative Theoriestunde, und gemeinsame Aktivitäten.
Es waren zwei wunderschöne Tage, die uns unvergessliche Erlebnisse beschert haben und uns als Klasse 10e näher zusammenwachsen ließen, insoweit es mit dem Sicherheitsabstand unter den Corona-Auflagen möglich war.
(Text: Alina Korn und Lukas Strutz)
Gruppenfoto
Jeder Bremer kennt den Fallturm und auch außerhalb der Stadt ist das meterhohe Gebäude bekannt. Was sich darin befindet, wissen aber oft nur die wissenschaftlich interessierten unter uns. Im Fallturm der Universität Bremen kann Schwerelosigkeit hergestellt werden und genau das durfte eine Schülergruppe des Gymnasiums Vegesack vor einiger Zeit ausprobieren. Eine erfolgreiche Bewerbung beim DROPS-Projekt, einem Schülerprojekt des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen, ermöglichte es Sebastian, Luca, Melanie, Burak, und Vithusa „etwas da runter zu schmeißen“, ein Unterfangen, das sonst mehrere tausend Euro kostet.
Die Bewerbung hierfür erfolgte bereits im November 2017. Eine Wasserflasche brachte die Gruppe auf die entscheidende Idee, mit der sie sich unter den anderen Bewerbern durchsetzen konnten: Nachdenklich drehte eine Schülerin ihre Wasserflasche hin und her und starrte auf den entstandenen Wirbel. Würden die Verwirbelungen unter Schwerelosigkeit anders aussehen? Für Laien kommt da die Frage auf, wen das interessieren sollte, doch auch darauf hat die Gruppe eine Antwort und klärt auf, dass all dies eher Grundlagenforschung sei. Das Projekt ermöglicht also weitere Untersuchungen, die hilfreich für die Luft- und Raumfahrt sein können. Beispielsweise könnte so das Problem, dass durch Verwirbelungen im Tank der Raumfahrzeuge der Treibstoff nicht gleichmäßig verteilt ist, bearbeitet werden, erläutert Sebastian.
Das Projekt „Wirbel in der Schwerelosigkeit“ war geboren und die SchülerInnen durften es vom 08.01.–21.06.2018 unter Leitung von Dr. Ertan Göklü (ZARM), Dr. Dirk Stiefs (DLR_School_LabBremen) und Michael Eberz (Gymnasium Vegesack) durchführen. Nach fast sechs Monaten der Vorbereitung war es dann am 13.06.2018 endlich soweit. Die SchülerInnen durften im Bremer Fallturm ihre fast drei Meter hohe Versuchskapsel der Schwerelosigkeit aussetzen, was vom Radiosender Bremen 4 live begleitet wurde.
Anschließend erstellte die Gruppe einen Trailer, der einen kleinen Einblick in den Versuch gibt, und so auch den Laien zeigt, was hier geleistet wurde.
Als Höhepunkt des ganzen wurden die Schülerinnen und Schüler dann zur Explore Science Auftaktshow am 29.08.2018 in die ÖVB Arena eingeladen. Da sie das Projekt im Rahmen der Schule schon auf verschiedenste Weisen präsentiert hatten, fiel ihnen diese Vorstellung leicht. Selbstverständlich waren am großen Tag dennoch alle Beteiligten sehr nervös. „Man präsentiert schließlich nicht alle Tage ein solch aufwändiges Projekt vor 1500 Zuschauern, die auch noch alle etwas davon verstehen, was wir da machen!“, berichtet die Gruppe.
Wir sind sehr stolz, dass unsere Nachwuchswissenschaftler ihr Projekt nun abgeschlossen haben!
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