Leistungskurs: Biologie
Grundkurse: Geographie und Kunst
Dem Menschen auf der Spur... so heißt das C-Profil am Gymnasium Vegesack. Mit den Fächern Biologie, Geografie und Kunst. Wie bekommt man denn bitte diese drei Fächer unter einen Hut?! Die haben doch nichts gemeinsam, oder??
Aber es gibt mehr Zusammenhänge, als man zunächst denkt.
ich von den verschiedenen Aspekten der Biologie fasziniert bin und dieses Fach zu einem ewig wachsenden Verständnis der Welt anregt. In Kombination mit Kunst und Geo zeigt das C-Profil neue Perspektiven auf und hat mich so überzeugt. (Jolina W.)
Im Biologie Leistungskurs wird man in jedem Fall verschiedene Ökosysteme kennenlernen, wie unterschiedliche Lebewesen an ihren Lebensraum angepasst sind, die komplexen Wechselwirkungen, die eine solchen Lebensgemeinschaft begründen und menschliche Einflüsse auf dieselben. In der Geografie wird z.B. im Rahmen der Naturgeografie die Entstehung dieser Lebensräume (durch Plattentektonik, Erosion oder Bodenbildung etc) deutlich. Hört sich erst einmal ziemlich theoretisch an. Zugegeben. Aber im wahrsten Sinne ist es naheliegend eines dieser Ökosysteme selbst zu erkunden. Das Wattenmeer ist quasi vor der Haustür, das Teufelsmoor, das am Rande der Gemeinde Worpswede beginnt, noch näher zu erreichen. Dort gibt es auch einen Anknüpfungspunkt an das dritte Fach, die Kunst. Und hier kommt wieder der Mensch ins Spiel.
Jeder hat sicher schon mal von der Worpsweder Künstlerkolonie gehört, vielleicht auch von Paula Becker-Modersohn oder Fritz und Hermine Overbeck. Und falls nicht, kannst du sie und ihre Werke kennenlernen, in der Umgebung, in der sie gelebt und gemalt haben.
Wer jetzt denkt: „Natur erkunden ist ja gut und schön, aber kann nicht auch mehr los sein?“, dem sei gesagt, auch in der Stadt kann man aus der Perspektive der drei Fächer des C-Profils allerlei Inhalte erarbeiten. Eine Kursfahrt in die Stadt, die den Inbegriff von Urbanität widerspiegelt, gemeint ist Berlin, hat es schon gegeben und kann selbstverständlich wieder stattfinden (vorausgesetzt, die Corona-Pandemie lässt es zu).
Hier lässt sich Struktur und Entwicklung der Stadt im Rahmen anthropogener Einflüsse (Geografie), wie zum Beispiel die Architektur älterer und moderner Epochen oder auch „urban art“ oder „street art“ (Kunst) erkunden und mit eigenen Augen erleben. Spannend ist auch die Stadt als Ökosystem zu begreifen (Biologie). In den letzten Jahren ist die Tendenz bestimmter Wildtiere, wie Fuchs, Wildschwein oder Waschbär, in die Stadt zu ziehen, deutlich angestiegen.
man viel über Menschen lernt und dabei künstlerisch aktiv wird. (Lara V.)
Das tolle ist, ihr könnt mitentscheiden, welche Inhalte ihr in der Projektarbeit und zum Teil auch welche im Unterricht behandelt werden. Umweltschutz und die Ursachen und Folgen des Klimawandels können vertieft betrachtet werden (Stichwort: „fridays for future“) genauso wie Bereiche der Bionik (setzt sich aus den Wörtern Biologie und Technik zusammen). Es bedeutet, von der Natur für die Technik zu lernen. Forscher schauen sich dafür Tricks aus der Natur ab.
Der Universalgelehrte Leonardo da Vinci, der im 15. Jahrhundert lebte, war einer der ersten Bioniker. Die Natur nutzte er als Vorbild für seine Experimente. Er studierte den Vogelflug, entwarf erste Fluggeräte und malte nicht zuletzt die „Mona Lisa“.
Wenn Du Spaß an praktischer Arbeit hast und naturwissenschaftlich interessiert bist, dann ist das C-Profil genau das richtige für dich, denn im C-Profil kannst du mit Herz, Hand und Verstand arbeiten.
Im Rahmen ihres Prüfungsprojekts haben die Schülerinnen und Schüler des C-Profils (Leistungskurs Biologie, Grundkurse Kunst und Geografie) den faszinierenden Lebensraum der Bremer Schweiz intensiv untersucht. Begleitet wurden sie dabei von Christian Schiff, einem ehemaligen Lehrer der Schule und engagierten Mitglied der Aktionsgemeinschaft Bremer Schweiz, die sich seit über 50 Jahren für den Schutz und Erhalt dieser einzigartigen Landschaft einsetzt.
Ziel des Projekts war es, die Vielfalt und Besonderheit der Bremer Schweiz nicht nur wissenschaftlich zu erfassen, sondern auch künstlerisch zu interpretieren. In interdisziplinärer Zusammenarbeit wurden biologische Besonderheiten dokumentiert, geografische Zusammenhänge analysiert und kreative Perspektiven auf die Natur und Kultur der Region entwickelt.
Das Ergebnis dieser intensiven Arbeit ist nun in der Ausstellung „AG BREMER SCHWEIZ – EIN STREIFZUG DURCH DIE BREMER SCHWEIZ“ im Schloss Schönebeck zu sehen. Besonders stolz sind wir darauf, dass auch die künstlerischen Werke unserer Schülerinnen und Schüler Teil der Ausstellung sind und somit einem breiten Publikum präsentiert werden.
Die Ausstellung ist bis zum 9. Juni 2025 geöffnet und lädt dazu ein, die Bremer Schweiz mit neuen Augen zu entdecken – durch die Linse junger Forscherinnen und Künstler, die sich mit großem Engagement diesem besonderen Lebensraum gewidmet haben.
Das C-Profil des 12. Jahrgangs besuchte gemeinsam mit dem freien Bio-LK einen Standort des DFKI (Deutsches Forschungszentrum für künstliche Intelligenz) in der Nähe von Osnabrück. Die Mitarbeitenden vor Ort zeigten uns, welche Rolle künstliche Intelligenz und Robotik in der Landwirtschaft der Zukunft haben können. Neben der Abiturvorbereitung fand Lara Volkmer Zeit, die Exkursion in einem ausführlichen Bericht (pdf, 6.3 MB) zusammenzufassen.
Nicht nur der Bundeskanzler war zu Besuch bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Auch der Geographie-Grundkurs des C-Profils besuchte diese Behörde des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Lara Volkmer hat einen Exkursionsbericht (pdf, 4.9 MB) dazu verfasst.
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